Wir sind ein soziales Projekt

Viele Besucher des Parkes freuen sich darüber, dass der Eintritt kostenlos ist und sind gleichzeitig unglücklich über die eingeschränkten Öffnungszeiten (insbesondere an den Wochenenden). Dies hat mit den Hintergründen des Störtebeker Parks zu tun: wir sind ein soziales Projekt zur beruflichen Qualifizierung junger Menschen (weitere Infos siehe unten).
Die sogenannten „Teilnehmer“ sind unsere Hauptaufgabe und unser Arbeitsinhalt. Wir möchten sie auf ihrem Weg in die Arbeits- und Lebenswelt untersützten und können das nur in einem zeitlich begrenzten Rahmen von 30 Stunden in der Woche. Um eine sinnvolle Tagesstruktur zu erlernen, ist es notwendig, dass ihr Alltag morgens um 8 Uhr beginnt (angegelichen an die späteren Schul- oder Arbeitszeiten). Bei einer 30 Std.Woche heißt dies aber auch, dass um 15 Uhr Feierabend ist. Dies ist ein Grund, warum der Park in der Woche um 15 Uhr schließen muß.

Die zusätzlichen Öffnungszeiten am Freitag Nachmittag und am Sonntag können wir nur anbieten, weil uns unsere ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen so gut untersützen und so engagiert mitarbeiten. weitere Infos zum Ehrenamt hier

Die Jugendwerkstatt

Der Störtebeker Park ist ein Teil der Jugendwerkstätten der BeKA. Das Projekt richtet sich an junge Menschen in schwierigen Lebenslagen, die aufgrund ihrer schulischen, persönlichen oder sozialen Situation besondere Unterstützung im Übergang von der Schule in den Beruf bzw. bei der Integration in Arbeit oder Ausbildung benötigen. Die jungen Menschen können in der Jugendwerkstatt in verschiedenen Berufsfeldern praktisch arbeiten und sich beruflich orientieren. Neben dem Erwerb der Grundkenntnisse und -fertigkeiten verschiedener Arbeitsbereiche erhalten die Jugendlichen Förderunterricht und werden sozialpädagogisch begleitet. Zielsetzungen sind die persönliche Stabilisierung und die soziale und berufliche Integration.

In der Jugendwerkstatt gilt das Prinzip, die jungen Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, d.h. gemeinsam mit Ihnen passgenaue, auf ihre konkrete Lebenssituation und ihre Fähigkeiten abgestimmte Hilfen zu geben. Die Jugendwerkstatt arbeitet dabei sehr praxisnah, arbeitsweltbezogen und gemeinnützig.

Im Störtebeker Park

Im Störtebeker Park sind die Praxisbereiche Hauswirtschaft & Bau angesiedelt.

Der hauswirtschaftliche Bereich sorgt sich um das Wohl der Gäste im Pfannkuchenhaus und im Park zuständig. Täglich werden frische Kuchen und Torten gebacken und die Häuser und Toilettenanlagen gereinigt. Jahreszeitliche Dekorationen wie Kränze und Blumenarrangements werden gebunden und verschiedene Veranstaltungen vorbereitet. Zusätzlich werden alle Mitarbeiter des Parks von ihnen mit Frühstück, bzw. Mittagessen versorgt. Dabei werden häufig die selbst angebauten Kräuter und Gemüse verwendet. Viele junge Menschen erleben hier erstmals die direkte Nahrungszubereitung. Häufig möchten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen später einmal im Küchen- oder Hauswirtschaftsbereich arbeiten. Hier können sie erstmals, im geschützten Rahmen, die Anforderungen, den Zeitdruck und den Umgang mit Kassen und Kunden erlernen. Dementsprechend laufen manchmal nicht alle Abläufe reibungslos, was auch sehr wichtig ist, um daraus zu lernen.

 

Die Pflege der gesamten Anlage, inklusive Rasenflächen, Wegen, Gebäuden und Spielgeräten unterliegt dem Baubereich. Reparaturen, Neubau und Restaurierungen werden hier von der Pike auf mit handwerklichen Knowhow erlernt. Die Teilnehmer arbeiten mit „großen Geräten“ ebenso, wie mit ganz ursprünglichen Handwerkzeugen um ein großes Reportoire an Wissen mitzunehmen. Von der Idee, über die Planungsphase bis hin zur Fertigstellung der Gebäude oder Wege sind die Jugendlichen eingebunden und können auch eigene Ideen mit einbringen. Die häufig körperlich sehr anstrengenden Arbeiten bereiten sehr gut auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vor. Im Baubereich möchten viele Teilnehmer gerne später einmal im Tiefbau, als Gerüstbauer oder allgemein „auf dem Bau“ arbeiten.